Stegis Motorrad-Hebebühne

 

Für meine Moped und Motorrad Restaurationen wurde es Zeit eine Hebebühne zu bauen.

Das Ganze wurde aus Formrohren geschweißt, ein Wagenheber dient als Hebeeinrichtung.

Die Materialliste:

4 Stk    199x4x4x0,3 Längsstreben Grundgerüst und Tisch
7 Stk    62x4x4x0,3 3 Querstreben Grundgerüst, 4 Streben Tisch
6 Stk    12x4x4x0,3 "Ablagen" des Tisches am Grundgerüst
4 Stk    80x4x4x0,3 Hebearme
2 Stk    54x4x4x0,3 Streben der Hebearme
1 Stk    50x3,5x3,5x2 Stützstrebenüberstülbrohr
1 Stk    50x3x3x0,3 Stützstrebengleitrohr
1 Stk    Flacheisen 100x4x0,6 Verschlusseisen der offenen Formrohre.  Länge geschätzt
1 Stk    Winkeleisen 60x4x4x0,3 Halterungen von Stützstrebe und Wagenheber. Länge geschätzt
1 Stk    Eisenplatte 200x70x0,4 oder eventuell Riffelblech.

8 Schrauben 120x12 mm
2 Schrauben 60x10 mm
10 Stoppmuttern 12er, 24 12er Beilagen,
2 Stoppmuttern 10er 4 10er Beilagen

Also zuerst fuhr ich einmal in ein Eisenfachgeschäft und holte mir etwas gegen meinen Eisenmangel...
  

Das Eisen wischte ich mit einem Lappen ab um nicht komplett voller Öl zu sein.
Dann ging es los:

Das Grundgerüst

Als Erstes habe ich mir aus dem 100cm Flacheisen jeweils 4 cm große Stücker heruntergeschnitten um die offenen Enden des Grundgerüsts und des Tisches zuzuschweissen. Danach wurden die Ecken rund geschliffen.

  

Ich legte mir die Teile des Grundgerüsts zusammen. Also erst nur den Aussenrahmen weil ich noch nicht genau sagen konnte wo der Wagenheber hinkam-Nachdem die Rohre genau im rechten Winkel lagen und mit Schraubzwingen befestigt waren schweißte ich die Teile zusammen.

Danach legte ich fest wo der Wagenheber hinkommen sollte. Dadurch ergab sie die mittlere Strebe des Grundgerüsts.

Mit Winkeleisen sollen der Wagenheber am Grundgerüst befestigt werden. Dazu entfernte ich die 2 Schrauben der hinteren Welle des Wagenhebers, entfernte die Vorderräder und brachte hier ebenfalls 2 Winkeleisen in Position. An der Stelle wurde dann die Querstrebe gesetzt. Bei mir waren es 46,5 cm.

Als Nächstes bestimmte ich wo die 6 "Ablagen" des Tisches hinkamen. An den Ablagen wurden anschließend Löcher gebohrt die die Hebearme aufnahmen. Daher ist es ganz wichtig das die
Höhe der Löcher auf den Ablagen
und die
Höhe der Welle des Wagenhebers (die Welle die den Hebearm hält)
auf einer Linie liegen!!
Sonst macht es nämlich Knack, und die Auflagenschrauben sind gebogen oder gebrochen....

Das habe ich hier mal aufgezeichnet. Die erste Auflage ist bei mir deshalb auf 25,5cm. Eben gleiche Linie wie die Wagenheberwelle.
Man sieht es schlecht: von rechts aus gesehen 25, 4, 81, 4, 81, 4
Mit der Höhe ist es genauso. Die Bohrung der Auflage muss unbedingt gleiche Höhe Wagenheberwelle haben!
Bei mir war die Mittelbohrung auf 10,3cm vom Boden aus gemessen. Daher bohrte ich 4 Auflagen auf 10,3cm Höhe mittig ein 12er Loch durch.

  

Wie man auch sehen kann wurde der Hebearm des Wagenhebers direkt unter der Hebeschüssel abgeschnitten, weil ich damals den Heber draufschweißen wollte. Dieses Abschneiden legte dann natürlich fest wohin die Querstrebe des H an der Hebebühne hinkam.

Wir bohrten also in die 4 80er Hebearme ein 12er Loch. Einfach 2cm vom Ende hereingemessen und in der Mitte gekörnt.
Den Arm schraubten wir professorisch auf die Auflagen drauf. 


Somit konnten wir festlegen wohin genau die Mittelstrebe gesetzt wird. danach verschweißte ich den Wagenheber auf der Querstrebe.

  

erster Hub und.... funktioniert!

 Nun setzte ich die hinteren beiden Ablagen und verschweißte sie.

Als Nächstes schweißte ich den 2. Hebearm, und bohrte im Anschluss die Löcher für das Grundgerüst und auch für den Tisch. Die Ablagen wurden auch wieder gebohrt und im Abstand von 81 cm (80cm hat der Arm) gesetzt.

Sehr schön...

Jetzt kam der Tisch dran. Auf die ersten beiden Auflagen (25cm) legte ich die Längsteile des Tisches drauf, machte sie bündig und zeichnete die Löcher der Hebearme an. Also leicht nach aussen versetzt. Sonst hat man beim Aufpumpen das Problem dass der Tisch nach vorne überhängt und man sich den Kopf anschlägt.

Dann bohrte ich wieder die Löcher

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Jetzt konnte ich die Querstreben setzen. Erstens die beiden Äusseren, und zum Schluss noch 2 weitere.

  

Das Gerüst steht. Nun kommt noch eine Eisenplatte -

Diese legte ich auf mein Grundgerüst und verschweißte es Punktweise

Die Stützstrebe fehlt noch, aber sonst ist sie einsatzfähig.

  

Damals baute ich noch eine Strebe über die ganze Länge der Hebebühne. Das waren 2 Formrohre die ineinander glitten und mit einem Stift fixiert wurden. Das Ganze habe ich dann noch grau gestrichen. Soweit bis 2019.

 Und nachdem mir jetzt schon zum zweiten Mal der 30€ Bilux Wagenheber den Dienst versagt wurde es mal Zeit ein paar Sachen zu ändern.

Erstens - die Farbe.
Ich habe meine eigenen Wekzeug Farben - nämlich dunkelblau - weiß - orange Schrift.

Zweitens - die Strebe.
Sie geht durch die ganze Bühne, und man muss den Stift (in diesem Fall ein Schraubenzieher) genau dort reinstecken wo sich die Querstrebe des hinteren Hebearms befindet. Kann man besser machen.

Drittens - ein ordentlicher Wagenheber.
Der billige Alte ist undicht. Da musst du ganz schnell den Stift reinstecken damit der Tisch oben bleibt. Der Neue ist zwar 10 cm länger, ist aber ein Standardmaß. Ausserdem wird der Heber nicht mehr angeschweißt sondern der Hebearm der Bühne nur aufgelegt. Dadurch entfällt die unbedingt gerade Linie der Hebenühne - Wagenheber Wellen.

Viertens - Die Transportmöglichkeit der Bühne mittels Hubwagen
Die Bühne ist sehr schwer. Um sie eventuell zu bewegen wenn ein Gewicht auf ihr liegt ist ein Hubwagen die beste Idee. Ausserdem verschwindet der Hubwagen unter der Bühne und steht nirgens im Weg.
Um 100 Euro habe ich mir einen Hubwagen gekauft. Es ist die lange Version mit 160 statt 120cm Auflagen. Geht aber auch mit einem ganz normalen Hubwagen.

Aber schön der Reihe nach.

Zuerst zerlegte ich die Hebebühne

Den Wagenheber musste ich herunterschneiden.

Dann schliff ich alles blitzeblank mit dem Winkelschleifer.

  

Alle Winkel die draufgeschweißt waren entfernte ich.

  

 Den "neuen" Wagenheber zerlegte ich, denn der war grün. Bekommt einen neuen Anstrich mit Hammerit Lack. Die Hydraulik weiß...die Aussenhaut blau. Vorher natürlich abschleifen.

  

Nachdem ich jetzt den Pinsel schon angepatzt hatte strich ich gleich die Hebearme auch weiss.

Zusammengebaut sah der Wagenheber so aus:

nun ging es an das Grundgerüst: Die Mittelstrebe des Grundkörpers trennte ich nocheinmal heraus und passte sie an die Größe des neuen Wagenheber an. Der Wagenheber selbst wurde mit 4 Laschen direkt am Gerüst festgeschweißt.
Die beiden Eisenlaschen auf der Auflage sind notwendig geworden, da der Wagenheber nicht mehr fix mit dem Hebearm verschweißt ist und es passieren könnte das der Tisch nach hinten umfällt.

Danach habe ich alle Teile das erste Mal mit blauem Hammerit gestrichen.

   Auf der anderen Seite fertigte ich die Schubstange mit den Bolzenköchern an: 1 Stk50x3,5x3,5x2 Stützstrebenüberstülbrohr,
1 Stk 50x3x3x0,3 Stützstrebengleitrohr
In das Stützstrebengleitrohr bohrte ich im Abstand von 2 cm 10er Löcher. Das Stützstrebenüberstülbrohr wurde ebenfalls mit 2 Bohrungen versehen, nämlich einmal zur Fixierung am Grundgerüst, und einmal zur Aufnahme der Stützrohrbolzen.

  
Man sieht auch gleich die Laschen mit dem die Formrohre am Grundgerüst und am Hebearm verschweißt wurden. Das sind 4x 5 cm große Flacheisenplättchen die mittig am Grundgerüst angeschweißt wurden.

Ein kleines Detail fehlte noch : Eine Art Schild die die Beschriftung trägt. Nach einigem Nachdenken entschied ich mich für 2 Flacheisen 40x10x0,2 die abgewinkelt wurden. Diese wurden an die Seite der Tischplatte geschweißt.

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Das Zusammenbauen war kein Problem, die Beiden Hebearme wurden draufgesetzt und mit den 120er Schrauben am Grundgerüst befestigt. Nicht vergessen zwischen Hebearme und Auflage unbedingt eine Beilagscheibe zwischenlegen. Es gibt also pro Schraube 3 Beilagscheiben und eine selbstsichernde Mutter. Das selbige geschah so auf dem Auflagetisch. Danach wurde das Gleitgestänge befestigt

     

fehlt nur noch die Beschriftung: Mittels Word habe ich eine Vorlage ausgedruckt: Schriftart Stencil , Größe 200.

Dann habe ich mit einem Stanleymesser das Schwarze weggeschnitten und einen "Spritzschutz" angefertigt.
Aufgelegt und mit einer Spraydose lackiert.

Damit die Bühne noch transportabel bleibt habe ich mit 2 Formrohren noch Auflagen für einen Hubwagen geschweißt:

  

fertig