Restauration meines Saloonflügels

 

Czapka&Sohn Wien

Wiener Mechanik

Nr 2468

14.September 1879

Von Martin Stegmaier

Am 18. August 2011

  

 

Wie alles begann

 

Auf Willhaben.at war folgendes Angebot zu lesen:

 

FLÜGEL zu verschenken!

Standort: Oberbergern 100
Krems Land
Niederösterreich
3512 Bergern im Dunkelsteinerwald
gegen Selbstabholung

 

Nach einigem Telefonieren beschloß ich mir das Teil mal anzusehen, also Hänger ans Auto gehängt, Bruder geholt und losgefahren.

Nach einer halben Stunde Autofahrt kamen wir an und fanden dieses Teil vor:

 

 

  

 

  

 

Der Transport

 

Nun ging es ans Transportieren : Zuerst legten wir den Flügel auf die Seite, schraubten alle Füße ab und schoben es über den Teppich auf den Gang, dann mit Hilfe einer Rodel (Flügel wurde vorne leicht angehoben und geschoben) zum Stiegenhaus gebracht wo ca 6 Stufen zum Überwältigen waren –

Teppich untergelegt und Hinunterrutschen lassen, dann mit dem Anhänger bis zur Haustür gefahren und den Flügel mit der Vorderkante am Hänger gelegt, draufgeschoben und verzurrt.

 Nur zum Heben des Flügels wären 4 Männer notwendig gewesen wir waren aber und 3 (Der Besitzer half freundlicherweise mit)

Danach sind wir nach Hause gefahren und haben zu zweit den Flügel vor der Werkstatttür mit der Vorderkante auf eine Holzplatte gelegt, den Hänger vorne angehoben und das gute Stück so gut es ging auf die Platte rutschen lassen

Danach wurden die Beine angeschraubt und der Flügel in die Werkstatt gefahren

Der Transport war also alles andere als schonend.

 Technische Daten des Flügels

 

Einige wenige Nachweise von Czapka, Wien:


Auf der Internationalen Ausstellung für Musik und Theaterwesen Wien 1892 stellte die Firma Jacob Czapka & Sohn einen großen Nussbaumstutzflügel, kreuzsaitig, Wiener Mechanik aus. „Die von dieser Firma erzeugten Klaviere sind verständnisvoll gearbeitet und besitzen einen sehr freundlichen, gesangvollen Ton bei für die Wiener Mechanik hervorragend schöner Spielart“ (Zeitschrift für Instrumentenbau).
1904 wurde Herr Jakob Czapka von „Sr. k. u. k. Hoheit dem Herrn Erzherzog Eugen durch die Verleihung des Titels

 eines Kammerlieferanten ausgezeichnet“.
Vier Jahre später erhielt er das Prädikat eines „k. u. k. Hof-Klavierfabrikant“.
1916 starb Jakob Czapka, seine Frau wurde Inhaberin.

Die Firma bestand bis 1936

  

Hersteller: Jacob Czapka und Sohn Wien

Spielwerkhersteller: Josef Werner Krems Obere Landstr.

Baujahr nach Stempel Josef Werner: 14.September 1879

Maße: Salonflügel 200x140x92,5cm

Ausgestattet mit Wiener Mechanik

Datei:Prellzungenmechanik.JPG

Gussrahmen nicht geschlossen

85 Tasten, 2 Pedale

Tasten belegt mit Elfenbein

 

Und nun zum Zustand des guten Stücks

 

Der Rast:

 

 Rast hat sehr schwere Lackfehler,

Furnier löst sich vor allem auf der Ablagefläche des Deckels.

Der Flügel wurde unfachmännisch gestrichen,

wobei alle Verzierungen übermalt wurden

Kein Verziehen entdeckt

Gesamter Rast wurde aus Fichte gefertigt und mit Nussfurnier furniert

Keine Holzverbindungen haben sich gelöst

 

 

Der Resonanzboden:

 

Der Resonanzboden hat 7 Risse jeweils an der Verleimstelle der einzelnen Fichtenbretter die zwischen 1 – 2mm groß sind.

Ein Riß ist im Firmenlogo der nicht gerade verläuft

Die Vorspannung ist noch vorhanden

An der Unterseite sind alle Streben in bester Ordnung

Die Vermutung liegt nah, daß das Klavier an einem zu trockenen Ort stand, oder daß der Resonanzboden einmal naß wurde

Die Dicke des Bodens beträgt 7 mm

Die Stege:

 Um die Gusseisenplatte entfernen zu können mußte ich den Basssteg an der Leimstelle spalten.

 

Der Basssteg hat weder Risse und hat sich nicht vom Resonanzboden gelöst

Auch der Diskantsteg ist in Ordnung.

Die Saiten haben sich kaum eingegraben

Stimmstock

 

 

Alle Stimmstifte haben einen ordentlichen Halt erstaunlich für das Alter

Der Stimmstock hat einen in parallel zu den Saiten laufenden Riß im Bassbereich, Stimmnägel ziemlich verrostet

Saiten haben sich etwas in den Steg eingegraben

 

Saiten

 

Die Basssaiten sind mit Kupfer umsponnen

Generell sind alle Saiten korrodiert, eine fehlt

 

Die Klavitatur:

 

Tastenbelege

 

bei 35 Tasten fehlen die breiten Elfenbeinplättchen,

bei 2 Tasten die vorderen Abdeckplättchen

Lack der Halbtontasten ist stark abgenutzt.

 

Nachtrag 10.März 2014 :

Herstellungsdatum gefunden – An der Innenseite der Auslöserabdeckung

 

Warscheinlich Name des Mitarbeiters und das Datum  Schloss 10.9.1879

 

Weitere Beschriftung gefunden:

 

 Zustand der Tasten Grundkörper:

 

Die 2.D, die 6.E und die letzte Cis Taste sind abgebrochen (geknickt)

Die Garnierungen sind eigentlich noch brauchbar es wackeln die Tasten nur sehr wenig

Die Tasten sind auch nicht verzogen oder verdreht

19.8.2011

Deckel abgeschraubt, Klavitur herausgenommen, angefangen Saiten abzumontieren – Bassaiten abmontiert (Stimmstift gelockert, Saitenanfang mit kleinen Schraubenzieher von Stimmstifftloch herausgezogen und mit Zange abmontiert

Danach an Brett genagelt (nach Reihenfolge)

 21.8.2011

Alle Saiten demontiert

Beim Versuch die Streben der Gussplatten sind 2 Schrauben abgebrochen – 100 Jahre sind zuviel für altes Gewinde – muß Streben abschleifen, Schrauben kitten und die Oberseite neu lackieren

1 Strebe konnte ich entfernen -  muß aber alle Streben abschleifen und lackieren (einheitliches Bild)

Gussplatte herausgenommen (sehr schwer)

Von 22. bis 29. August habe ich mich im Internet kundig gemacht über Restauration eines Klaviers

Nebenbei lernte ich die Wiener Mechanik im Grundaufbau zu verstehen

 29.8.2011

Angefangen Rast zu schleifen – Furnier „blattelt“ ab

Mit Ziehklinge, Stemmeisen Rüttelschleifer und Bandschleifer ca 30 cm linke Seite geschliffen – Es stellte sich heraus das der Korpus aus 2 Lagen Fichtenholz besteht

An der geschwungenen linken Vorderseite erschien durch Schleifen ein Ornament – haben es mit hochtransparentem Papier abgezeichnet, danach abgeschliffen

 30.8.2011

Rast weitergeschliffen – linke Seite ca 50 cm geschafft

Knochenleim gekauft – 20 Dag 4€

Bunte Ecke hat um 6,99€ Hirschlederreste in mehreren Farben- wird bestellt zur Begutachtung

31.8.2011

Linke Rastseite fertig geschliffen (mit Winkelschleifer und Bandschleifmaschine)

Angefangen hintere Rastseite zu schleifen

Die Innenseite des Rastes (oberhalb des Resonanzbodens) kann nicht geschliffen werden denn dort ist das einzige Furnier das sich nicht löst – ich würde den Resonanzboden zerstören und außerdem kann ich nicht mit der Bandschleifmaschine arbeiten weil ich bei den Distanzstangen der Gußeisenplatte nicht vorbei komme.

Dadurch bekomme ich keine ebene Fläche

Die linke Seite habe ich zwar geschliffen jedoch ist diese nicht verwendbar um eine gute Lackierung hinzubekommen

Lösung: Beim fertigen Klavier gehört eine Zierleiste über die Innenseite montiert, der obere Rand gekittet. Im Bereich des Dämpfers muss allerdings die originale Holzplatte verwendet werden (ohne Zierleiste) – muss daher diesen Bereich mühsam mit der Hand schleifen

Um überhaupt schleifen zu können muss vorher mit dem Putzhobel das Furnier abgehobelt werden ohne in das weichere Holz zu schneiden

Es ist eine sehr staubige Angelegenheit

Beim Schleifen muss man vorher gegen die Faser arbeiten danach mit der Faser weil man sonst ewig schleifen müsste.

1.09.2011

Rast weiter geschliffen (Schwung) mit Winkelschleifer (flexible 115mm Scheibe mit Schleifpapier 180mm Durchmesser)

Nur Vorgeschliffen weil z u    s t a u b i g

Konnte nix mehr sehen vor lauter Staub

 

2.9.2011

Rast fertig vorgeschliffen

Angefangen vordere Abdeckungen zu schleifen

Klavierklappe neu eingestellt – Nägel des Deckelscharniers ausgerichtet

 3.9.2011

Hinteres Bein abgenommen, zerlegt gedrechselte Teile nach und nach auf eine Gewindestange gesteckt, oben und unten eine Abdeckplatte gelegt, mit 2 Muttern festgeschraubt und dann auf der Ständerbohrmaschine eingespannt und geschliffen

 4.9.2011

Klaviturdeckel abgenommen und geschliffen

Vordere Blende (die am Klaviturdeckel drauf war) geschliffen, dabei alle Messingbuchstaben (es stand „Jakob Czapka und Sohn“ darauf) abgenommen (so gut es ging)

Die Schrift war in das Furnier eingearbeitet, jedoch fehlten schon so viele Teile das es nicht mehr zu retten war

An dem Deckeloberteil auf der Seite wo das Logo stand war ein Teil des Holzes abgebrochen, nämlich die die beim geschlossenen Deckel die Rundung ergab – also genau unter dem Stimmstock (ein 2,5x8cm Stück ist abgesplittert)

Habe 3cm Holz von der kaputten Stelle mit dem Putzhobel entfernt

Da der Deckel des Klaviers nicht mehr zu retten ist habe ich aus diesem Späne für den Resonanzboden, und einen 5cm breiten, 145cm langen Teil für den Klaviturdeckel herausgeschnitten und gehobelt

Beim Herausnehmen der Klavitur sind mir 2 Hämmer abgebrochen – sie sind erhöht gesteckt und am Stimmstock abgebrochen

 5.9.2011

 Klaviturdeckel und hinteres Bein fertiggeschliffen, mit einer Ziehklinge den Lack des Resonanzbodens abgeschabt.

Am Resonanzboden habe ich 4 Risse „aufgeschnitten“ und mit Holzleisterl gespantet

Ich verwendete dazu allerdings Weißleim da es mir an Erfahrung mit Knochenleim fehlt – werde den Knochenleim für Reparaturen an der Klavitur benutzen

 

6.9.2011

 

Spanten mit Stemmeisen abgehobelt und mit Schleifpapier nachgearbeitet – die Wölbung des Resonanzbodens ist noch schön vorhanden – und wenn man mit der Faust vorsichtig draufschlägt ertönt ein sattes Buuuuum – jedoch schwingt der Rast mit weil weder Spannung noch alle Holzteile festen Sitz haben

Mit meiner Frau habe ich überlegt welche Farbe das gute Stück bekommen soll – schwarz wird es sicher nicht mehr (außer vielleicht innen wegen der wunderschön verzierten Gussplatte - meine Entscheidung und ich brauch mich auch nicht rechtfertigen)

Das Innere des Klaviers bekommt voraussichtlich gold – schwarz  als Farbe – während das ganze restliche Klavier schneeweiß mit goldener Schrift werden soll

Ich bin zwar kein gold Fan aber wie gesagt die Gussplatte….

 

 

7.9.2011

 

8 weitere Risse gespantet

Stimmnägel mit der Bohrmaschine herausgedreht, angefangen diese zu schleifen

Rast am hinteren Ende geleimt und geschraubt

Einen kaputten Hammerstiel auf ein Akazienbrett gelegt abgezeichnet und mit der Laubsäge ausgeschnitten

 

8.9.2011

 

Spanten abgehobelt

Klaviturdeckel geleimte Leiste abgehobelt, geschliffen und an Klavier angepaßt

 

 

9.9.2011

 

Resonanzboden fertiggeschliffen, Stimmstock fertiggeschliffen

Probeweise Gußplatte hineingelegt – Farben bestimmt

Zur Farbenwahl:

Gelb für die Nägelleisten (der geschnitzte Teil und die ganze Leiste und auf der Resonanzplatte ca 5mm)

Ebenso gelb ist das Schallloch der Gussplatte

Foto mit originaler Farbe

10.10.2011

 

Michaela hat mit Acrylfarbe die Stege gestrichen

Tasten angefangen zu restaurieren – Filze entfernen, Taste schleifen, Elfenbeinplättchen entfernen (lohnt sich nicht mehr zu restaurieren), Messingkapsel mit Drahtbürstenscheibe auf Glanz polieren, Dämpferheber putzen

 

 

11.9.2011

 

D – Taste (18. Taste) war gebrochen habe sie geleimt

Und mußte feststellen daß sie obwohl sehr genau geleimt etwas geworfen war – die Tastenspitze stand 3mm höher als alle anderen.

Durch Abschleifen des Wagepunktes konnte ich sie wieder richten – jedoch ist die Tastenmitte um 2mm tiefer als bei den anderen

 Finde den Fehler …

 

15.9.2011

 

Bei den ersten 2 Tasten (a und b) war der Hammerstiel gebrochen. Habe Akazienbrett auf Dicke gehobelt, kaputten Hammerstiel als Vorlage abgezeichnet und mit der Laubsäge ausgesägt

Das Hammerleder habe ich aufgeschnitten und abgezogen

Des Weiteren habe ich die bereits ausgebauten Hammer vorsichtig mit dem Bandschleifer seitlich abgeschliffen

20.9.2011

 

Michaela hat Stege das 2. Mal gestrichen

Muß aber 3x gestrichen werden um ein perfektes Ergebnis zu bekommen

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 25.9.2011

Messingpedale ausgebaut und mit Drahtbürstenscheibe gebürstet

Oktober 2011

Resonanzboden mit Resonanzbodenlack 2x gestrichen (hätte verdünnen sollen Platte ziemlich dunkel – trotzdem Ergebnis sehr gut

 

Oktober 2011

Gußplatte poliert, gelben Filz abgezogen

 

November und Dezember 2011

Blauen Filz auf Gußplatte zugeschnitten (Unterlage für Saiten)

Alte Saiten mit Schleifpapier poliert, Stimmnägel mit Drahtscheibe für Ständerbohrmaschine poliert, nach und nach Saiten aufgezogen

Einige waren gerissen habe sie durch andere alte Saiten aus einem anderen Klavier ersetzt (also Schlaufe gedreht, poliert und aufgezogen)

Saiten etwas auf Zug gebracht

(Die Saitenarbeit war sehr zeitaufwendig)

 

Jänner 2012

 

Mittlerweile weiß ich auch durch meine Schwiegermutter welches Leder für die Hämmer verwendet wurde – aufgerautes Rehleder – den Teil den man normalerweise abzieht

Bekommt man im Baumarkt für 40 Euro (Autoleder zum trockenwischen)

Habe das Leder in Streifen geschnitten und mit Knochenleim aufgeleimt

 

Muß aber gleich sagen dass die blauen Filzplättchen wieder abgenommen werden – die Hämmer schlagen hörbar auf – muss weichere Plättchen aufziehen

Die Dämpferheberfilze sind noch zu gebrauchen

 

14.Juli 2012

Lange Pause – Leder verloren

Habe angefangen einige Saiten zu stimmen – D2 bis G3

Stimmung halt – aber Stimmung ist etwas anderes

15.Juli 2012

 

Von einem anderen Klavier das ich zerlegt hatte, habe ich alle Hämmer und Dämpfer aufgehoben

Nun kam mir die Idee das ich vielleicht die Hämmer in den Czapka Flügel einbauen könnte.

Sie haben auch ungefähr die gleiche Form und sind nur unbedeutend länger.

Die Czapkahämmer ließen sich auch gut herausdrehen und die anderen Hämmer gut eindrehen und einstellen

Durch diese Aktion hätte ich bessere Hämmer bekommen weil der Filz schon ziemlich abgenutzt und fast durchgeschlagen war (zumindest auf den letzten 10 Hämmer)

Auch die Schnabelender haben halbwegs gepasst

4 Hämmer habe ich umgebaut, dann wollte ich die Klavitur ins Klavier schieben nur waren die 3mm die die Hämmer länger waren zuviel sodass erstens die Hammerfänger am Stimmstock und dann die Hämmer am selbigem anstanden und nicht auf die Saiten schlagen konnten

Also habe ich alles wieder umgebaut

Danach habe ich die eine gebrochene Taste die beim zusammenleimen etwas verzogen war mit Leim so bearbeitet das das untere Loch der Garnierung verkleinert wurde in der Hoffnung das die Taste nicht mehr so vor und zurückrutscht

 

16.Juli.2012

 

Habe heute nach langer Zeit den Knochenleim wieder aufgewärmt und angefangen Elfenbeintastenplättchen aufzuleimen (auf der tiefen A Taste Versuchsweise)

Auch da mischte ich Czapka mit dem anderen Klavier weil nämlich am Czapka 80% der breiten Tastenplättchen fehlten

Die Plättchen vom anderen Klavier sind leider total vergilbt – Hoffe ich kann durch Schleifen brauchbare Ergebnisse erzielen

 

Nachdem der Knochenleim getrocknet war habe ich die Taste geschliffen – ganz brauchbar –

Auch die mit Leim bearbeitete Taste passt besser und rutscht nicht mehr

17.Juli 2012

Rehleder geschnitten und auf die Hämmer geleimt

Habe die Bassklaviatur ausgebaut, Elfenbeinplättchen geleimt und geschliffen – ursprünglich wollte ich einen Überstand des Plättchens an der Vorderkante der Taste belassen, nur musste ich feststellen dass die vorderen Plättchen ein kleines bisschen zu kurz sind (sind halt vom alten Stingl Klavier)

Habe Überstand weggenommen und Tasten grob geschliffen

Anschließen die fertigen Hämmer auf die Taste montiert und in den Klaviaturkorpus einprobiert.

Es lässt sich nicht vermeiden Unterschiede in den Elfenbeinplättchen sind nun mal vorhanden. Vielleicht wird es durch polieren etwas besser. Es hätte die Möglichkeit gegeben Plastiktasten aufzuleimen. Ich möchte die Originalität nicht allzu grob ändern

 

Meine „Katastrophentaste“ steht 2mm vor

20.Juli 2012

 

Weitere 10 Tasten Plättchen geleimt

Die D Taste vorsichtig mit der Japansäge um 2mm gekürzt, danach Stirnholzplättchen draufgeleimt und siehe da sie passt

 

24.Juli 2012

 

Die Schnabelender Leiste hat 3 abgerissene Schnabelender, wobei 2 fehlen.

Um diese wieder an das Brett zu bekommen muss ich 2 Neu machen, das vorhandene an der Unterseite einschneiden mit der Laubsäge und ein neues Pergamentpapier einleimen. Dazu nahm ich einen Saitendämpfer des anderen Klaviers und klebte es vorsichtig in die eben geschnittene Öffnung.

Danach schnitt ich mit der Japansäge den Bereich des gerissenen Schnabelenders aus und stemmte vorsichtig diesen Bereich weg

 

 

18.Dezember 2013

 

Nach sehr langer Zeit habe ich heute wieder damit begonnen mich mit meinem Czapka Flügel zu beschäftigen.

Im Juli 2012 habe ich die Leiste mit den Schnabelendern ausgebaut weil 3 Schnabelender abgerissen waren. Den habe ich heute in den Schraubstock eingeklemmt und den im Jahr 2012 gefertigten Schnabelender samt weggestemmten Holzteil des Schnabelenderbretts aufgeleimt

Danach habe ich noch etwas sortiert.

 

20.Dezember 2013

 

Heute habe ich meinen mit Brennholz zugeschlichteten Flügel „befreit“ und eine erste Bestandsaufnahme gemacht.

 

Ziemlich verstaubt aber trocken und gut gelagert – das ist wichtig.

Nachdem ich alle Komponenten auseinander sortiert hatte und wieder einen Überblick erlangte begann ich den Knochenleim aufzuwärmen

Und habe im Anschluß daran 19 Hämmer neu beledert – Hammer Nr 28 und Nr 40 fehlen –

 

Am Schluss habe ich noch alle Hämmer in die Tasten gehebelt, die Klavitur zusammengebaut und testweise eingebaut

Der Flügel hat die Stimmung gehalten die ich 2012 eingestellt hatte (1 Oktave gestimmt)

 

weiter gehts mit Teil 2